Der Göttinger Literaturherbst

Der Göttinger Literaturherbst

 

Der Göttinger Literaturherbst ist das größte Literaturfestival Niedersachsens und mit seiner Gründung im Jahr 1992 das älteste durchgehend veranstaltete Literaturfestival im deutschen Sprachraum. Es findet jährlich an zehn Tagen im Oktober in Göttingen und der Region Südniedersachsen statt und grenzt zeitlich an die Frankfurter Buchmesse. Gründer und Leiter des Festivals war bis 2013 Christoph Reisner, der 2014 nach langer Krankheit verstarb. Von Anfang an präsentierte der Literaturherbst nationale und internationale Größen der Literaturszene wie Max Goldt, Eckard Henscheid, Bodo Kirchhoff, Doris Dörrie, Douglas Adams, T.C. Boyle, Douglas Coupland, Richard Ford, Bret Easton Ellis, Michel Houllebecq, Donna Leon, Marcel Reich-Ranicki oder Günter Grass.

 

Die Gründung einer eigenen Wissenschaftsreihe in Kooperation mit den in Göttingen ansässigen Max-Planck-Instituten oder die Präsentation des frisch gekürten Trägers des Deutschen Buchpreises zeugen von der großen Innovationskraft des Festivals. Johannes-Peter Herberhold als langjähriger Kenner und technischer Leiter des Festivals übernahm im August 2013 die Geschäftsführung. Konzeptionell öffnete er den Göttinger Literaturherbst gegenüber zahlreichen Kooperationspartnern wie z. B. der Georg-August-Universität Göttingen oder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und weitete das Engagement des Literaturherbstes auf Veranstaltungen in der Region Südniedersachsen aus.

 

Heute ist der Göttinger Literaturherbsteine Bühne für moderne Literatur, von internationaler Belletristik bis hin zum wissenschaftlichen Sachbuch. In den vergangenen drei Jahren haben sich der Programmumfang und die Publikumszahl verdreifacht. Im Jubiläumsjahr 2016 zählte der Göttinger Literaturherbst zusammen mit der Prologveranstaltung „Herbst im Frühling“ über 15.000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet, die zu den fast 80 Veranstaltungen kamen.